Es liegt vor. Schwarz auf weiß. Seite auf Seite, doppelt mit Text bedruckt. Die ersten Zeilen in Fettdruck, abgesetzt, hervorstechend. Überschrift: „Der Befund“. Davor der Absender. Ein Klinikum. Am Schluss: Stempel. Unterschrift. Endgültigkeit.
Der Körper verengt sich.
Die folgenden Wörter betreffen einen anderen Gegenstand. Der Befund gilt nicht dem Körper. Nicht dem Geist.
Der Text beschreibt irreparable Schäden. Jedem Schaden steht ein Aufwand gegenüber. Nicht alles ist reparierbar. Nicht alles ist ersetzbar. Auf die Dokumentation der Schäden folgt der Kosten-Nutzen-Faktor. Daneben stehen Energie- und Zeitaufwand. Wie messen sie sich? Gibt es ein Vor und Zurück? Fehlentscheidungen sind nicht im Blick. Sie treten auf. Sie kommen. Auf eine Entscheidung zu setzen heißt, zu ihr zu stehen. Ob richtig oder falsch. Ein Schritt vor kann zwei Schritte zurück bedeuten. Nichts zu tun – der Schaden ist gleichbedeutend mit der Summierung aller Kosten.
Erneutes Lesen, erneutes Ordnen der Passagen. Ändert sich etwas? Wurde etwas übersehen? Ein neuer Blick darauf?